Was ist G-Sync und FreeSync? Einfach erklärt: Musst du wirklich mehr dafür bezahlen?
Kennst du das? Du bist mitten im entscheidenden Firefight, dein Aim ist on Point, doch plötzlich zerreißt das Bild. Ein fetter horizontaler Riss, sogenanntes Screen Tearing, ruiniert die Immersion und kostet dich den Kill. Oder noch schlimmer: Das Game fühlt sich trotz hoher FPS-Zahlen einfach nicht flüssig an, es stockt und ruckelt (Stuttering). Genau hier kommen G-Sync von NVIDIA und FreeSync von AMD ins Spiel.
Beide Technologien versprechen das Gleiche: eine perfekt synchronisierte Bildwiedergabe zwischen Grafikkarte und Monitor für butterweiches Gameplay. Doch der Teufel steckt im Detail – und im Preis. Während Monitore mit AMDs FreeSync oft günstiger sind, verlangt NVIDIA für sein G-Sync-Label einen saftigen Aufpreis.
In diesem Guide kriegst du die knallharten Fakten. Wir klären, was hinter der Technik steckt, worin die echten Unterschiede liegen und ob sich der Aufpreis für G-Sync heute noch lohnt. Am Ende weißt du genau, welcher Monitor der richtige für dein Setup und deinen Geldbeutel ist. Kein Marketing-Blabla, nur die Wahrheit von Gamern für Gamer.
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Die besten Monitore mit G-Sync und FreeSync im Check
Wir haben uns drei Top-Modelle aus unterschiedlichen Lagern und Preisklassen für dich angeschaut, die das Problem des Screen Tearings elegant lösen.
1. LG UltraGear 27GP850-B: Der Preis-Leistungs-Champion
Der LG UltraGear 27GP850-B ist ein Musterbeispiel für einen exzellenten „G-Sync Compatible“-Monitor. Er bietet WQHD-Auflösung (2560×1440) auf 27 Zoll, schnelle 165 Hz (übertaktbar auf 180 Hz) und ein Nano-IPS-Panel für brillante Farben und weite Blickwinkel. Offiziell ist er FreeSync-Premium-zertifiziert, aber NVIDIAs „G-Sync Compatible“-Siegel garantiert dir, dass er auch mit GeForce-Karten einwandfrei und ohne Tearing funktioniert.
- Vorteile:
- Exzellente Bildqualität: Das Nano-IPS-Panel liefert satte Farben und eine hohe Blickwinkelstabilität.
- Hohe Bildwiederholrate: Flüssige 165 Hz (OC 180 Hz) sind ideal für schnelle Shooter und kompetitive Titel.
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Du bekommst Features der Oberklasse, ohne den „G-Sync-Aufpreis“ zu zahlen.
- Offiziell G-Sync Compatible: Garantierte, reibungslose Funktion mit NVIDIA- und AMD-Grafikkarten.
- Nachteile:
- Mittelmäßiger Kontrast: IPS-typisch ist der Schwarzwert nicht so tief wie bei VA-Panels.
- HDR-Performance ist nur basic: HDR400 liefert keinen „Wow-Effekt“.
- Ideal für welchen Spielertyp? Der Allrounder, der einen leistungsstarken WQHD-Monitor für schnelle Spiele und gelegentliche Single-Player-Titel sucht, aber keine Unsummen ausgeben will. Perfekt für Spieler mit einer NVIDIA RTX 30er/40er oder einer starken AMD RX 6000/7000-Karte.

LG UltraGear Gaming Monitor 27GP850-B.AED 68,5 cm
✅ Starkes Bild & 180 Hz
✅ Top Preis-Leistung, G-Sync-garantiert
❌ Schwacher Kontrast & HDR
2. Gigabyte M27Q: Der Budget-König
Wenn das Budget knapp ist, aber die Leistung stimmen muss, ist der Gigabyte M27Q eine absolute Bank. Er nutzt AMDs FreeSync Premium, um Tearing zu eliminieren, und packt ebenfalls eine WQHD-Auflösung sowie schnelle 170 Hz auf ein 27-Zoll-IPS-Panel. Er ist nicht offiziell „G-Sync Compatible“-zertifiziert, aber in der Praxis funktioniert die Aktivierung von G-Sync im NVIDIA-Treiber bei diesem Modell für die meisten User tadellos.
- Vorteile:
- Aggressiver Preis: Oft einer der günstigsten Wege, um an einen WQHD-Monitor mit hoher Bildwiederholrate zu kommen.
- Starke Gaming-Performance: 170 Hz und niedrige Reaktionszeiten sorgen für ein direktes Spielgefühl.
- Integrierter KVM-Switch: Ein praktisches Feature für User, die PC und Laptop am selben Setup nutzen.
- Nachteile:
- Keine offizielle G-Sync-Zertifizierung: Es besteht ein geringes Restrisiko, dass die Synchronisation mit NVIDIA-Karten nicht perfekt funktioniert (z.B. Flackern).
- BQR-Text-Layout: Nutzt ein BGR- statt RGB-Pixel-Layout, was bei manchen Usern zu leicht unscharfem Text führen kann.
- Ideal für welchen Spielertyp? Der preisbewusste Gamer, der maximale Performance für sein Geld will und hauptsächlich auf FPS und ein flüssiges Bild aus ist. Ideal für AMD-Nutzer oder NVIDIA-User, die bereit sind, G-Sync manuell zu aktivieren.

3. Alienware AW2723DF: Die G-Sync-Premiumklasse
Der Alienware AW2723DF zeigt, was möglich ist, wenn man keine Kompromisse eingeht. Er verfügt über ein natives G-Sync-Modul. Das bedeutet, ein dedizierter Hardware-Chip von NVIDIA ist im Monitor verbaut, der die Synchronisation perfektioniert. Er bietet eine WQHD-Auflösung, extreme 240 Hz (OC 280 Hz) und eine exzellente Farbdarstellung dank Nano-IPS-Technologie.
- Vorteile:
- Makellose Synchronisation: Das native G-Sync-Modul sorgt für den besten „Variable Refresh Rate“-Bereich und eliminiert Tearing und Stuttering unter allen Umständen.
- Extreme Geschwindigkeit: Mit bis zu 280 Hz ist dieser Monitor eine Waffe für kompetitive eSports-Titel.
- Premium-Verarbeitung: Hochwertiges Design und Materialien, wie man es von Alienware erwartet.
- Variable Overdrive: Das Modul passt den Overdrive dynamisch an die Framerate an, um Ghosting bei jeder Geschwindigkeit zu minimieren.
- Nachteile:
- Hoher Preis: Der Aufpreis für das dedizierte G-Sync-Modul ist signifikant.
- Lüftergeräusch: Das Hardware-Modul benötigt oft eine aktive Kühlung, die bei manchen Modellen leise hörbar sein kann.
- Ideal für welchen Spielertyp? Der Hardcore-Enthusiast und eSports-Profi, für den jeder Frame zählt und der das absolut beste, reibungsloseste Spielerlebnis ohne Kompromisse sucht – und bereit ist, dafür zu bezahlen.

Alienware AW2723DF 27 Zoll QHD (2560×1440)
✅ Perfektes G-Sync dank Hardware-Modul
✅ Extrem schnell mit bis zu 280 Hz
❌ Sehr hoher Preis, möglicher Lüfter
Worauf du bei G-Sync & FreeSync unbedingt achten musst
- Das „G-Sync Compatible“-Programm ist dein Freund: In der Vergangenheit war G-Sync ein geschlossenes System, das teure Hardware erforderte. Heute ist das anders. NVIDIAs „G-Sync Compatible“-Zertifizierung testet und validiert im Grunde FreeSync-Monitore. Wenn ein Monitor dieses Siegel trägt, kannst du sicher sein, dass er auch mit deiner GeForce-Karte einwandfrei funktioniert. Das ist für 95 % der Gamer der absolute Sweet Spot aus Preis und Leistung.
- Achte auf die „Range“: Jede adaptive Sync-Technologie funktioniert nur in einem bestimmten FPS-Bereich (z.B. 48-144 Hz). Fällt deine Framerate unter die untere Grenze, greift bei besseren Monitoren (FreeSync Premium/Pro, G-Sync) eine Technik namens LFC (Low Framerate Compensation). Sie verdoppelt die Frames, um im Sync-Bereich zu bleiben und Ruckler zu vermeiden. Prüfe vor dem Kauf, ob der Monitor LFC unterstützt – besonders wenn du grafisch anspruchsvolle Titel spielst.
- Kabel und Anschlüsse sind entscheidend: Um G-Sync oder FreeSync nutzen zu können, musst du den Monitor zwingend über ein DisplayPort-Kabel anschließen. HDMI unterstützt die variablen Bildwiederholraten bei den meisten Monitoren nicht oder nur in einem eingeschränkten Bereich. Stelle also sicher, dass deine Grafikkarte und dein Monitor über einen DisplayPort-Anschluss (Version 1.2a oder höher für FreeSync, 1.4 für hohe Auflösungen/Hz) verfügen.
Fazit: G-Sync oder FreeSync – Was ist die klügere Wahl?
Die Zeiten, in denen man für ein tearingfreies Bild tief in die Tasche greifen musste, sind vorbei. Während natives G-Sync mit dediziertem Hardware-Modul technisch immer noch die sauberste Lösung darstellt, ist der spürbare Vorteil für die meisten Gamer den massiven Aufpreis nicht mehr wert.
Der Markt für G-Sync Compatible-Monitore hat das Spiel verändert. Du bekommst ein von NVIDIA verifiziertes, flüssiges Spielerlebnis, das auf der offenen und günstigeren FreeSync-Technologie basiert.
Unsere Top-Empfehlung für dich ist der LG UltraGear 27GP850-B oder ein vergleichbarer „G-Sync Compatible“-Monitor. Er bietet die perfekte Balance aus Preis, Performance und garantierter Kompatibilität. Du sparst dir den Aufpreis für das native G-Sync-Modul und investierst das Geld lieber in eine stärkere Grafikkarte – davon hast du am Ende deutlich mehr.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu G-Sync und FreeSync
Was ist der Unterschied zwischen G-Sync und FreeSync?
G-Sync ist NVIDIAs proprietäre Technologie, die oft einen dedizierten Hardware-Chip im Monitor erfordert, was die Kosten erhöht. FreeSync ist AMDs offener Standard, der keine Lizenzgebühren kostet und daher in günstigeren Monitoren zu finden ist. Beide haben das gleiche Ziel: Screen Tearing zu verhindern, indem sie die Bildwiederholrate des Monitors dynamisch an die Framerate der Grafikkarte anpassen.
Funktioniert FreeSync mit einer NVIDIA-Grafikkarte?
Ja, das ist möglich. NVIDIA hat sein „G-Sync Compatible“-Programm ins Leben gerufen. Damit kannst du G-Sync auf vielen FreeSync-Monitoren über einen DisplayPort-Anschluss aktivieren. „G-Sync Compatible“-zertifizierte Monitore wurden von NVIDIA getestet und garantieren eine gute Performance. Auch bei nicht-zertifizierten Monitoren lässt sich die Option oft manuell im NVIDIA-Treiber aktivieren, die Funktion ist dann aber nicht garantiert.
Brauche ich G-Sync oder FreeSync wirklich?
Wenn du empfindlich auf Screen Tearing oder Ruckler (Stuttering) reagierst, ist eine adaptive Sync-Technologie ein absoluter Game-Changer. Einmal erlebt, willst du nie wieder ohne spielen. Besonders bei schnellen Spielen, bei denen die FPS stark schwanken, sorgt es für ein deutlich flüssigeres und angenehmeres Bild. Wenn du nur mit konstanten 60 FPS auf einem 60-Hz-Monitor spielst und V-Sync aktivierst, ist der Bedarf geringer.
Was bedeuten die Stufen FreeSync, FreeSync Premium und FreeSync Premium Pro?
Das sind Qualitätsstufen von AMD.
- FreeSync: Die Basis-Version, die Tearing verhindert.
- FreeSync Premium: Garantiert zusätzlich eine Bildwiederholrate von mindestens 120 Hz bei FHD-Auflösung und unterstützt Low Framerate Compensation (LFC), was Ruckler bei niedrigen FPS verhindert.
- FreeSync Premium Pro: Bietet alle Vorteile von Premium und fügt optimierte HDR-Unterstützung mit geringer Latenz hinzu.
Lohnt sich der Aufpreis für einen Monitor mit nativem G-Sync-Modul noch?
Für die überwältigende Mehrheit der Gamer lautet die Antwort: Nein. „G-Sync Compatible“-Monitore bieten ein nahezu identisches, tearingfreies Erlebnis zu einem deutlich günstigeren Preis. Ein natives G-Sync-Modul bietet zwar Vorteile wie „Variable Overdrive“ und oft einen größeren Frequenzbereich, diese sind aber nur für absolute Enthusiasten und eSports-Profis spürbar, die bereit sind, einen erheblichen Aufpreis für das letzte Quäntchen Perfektion zu zahlen.